SkyFly – Lampes aérées

Licht ist immateriell. Es durchquert Zeit und Raum mit rasender Geschwindigkeit. Mit 1 Lichtsekunde von  299 792 458  Metern ist Licht schneller als alles Irdische. Selbst der Wanderfalke, der im Sturzflug immerhin 250-300 km pro Stunde erzielt, ist gegen Licht – sorry to say – a lame duck. Dennoch haben es die Federviecher vielen Designern angetan.

Oft funktionieren Flügel, Schwingen, Federn als bloßes Zitat, doch auch vollfigurative Entwürfe sind fast schon Klassiker.

Mehr oder minder gekonnt werden den Tieren dazu Lampenschirme aufgesetzt. Die langbeinigen Exemplare wie Ibis oder Flamingo  eignen sich einfach zu gut, stehen sie doch en nature auf einem Fuß. Ihre Exotik und Grazilität machte sie in den Zwanzigern und Dreißigern doppelt attraktiv (siehe ganz unten).

Hier erst einmal einige moderne Beispiele aus Sphären und Lüften:

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Für die Lampen zu Luft gilt das gleiche, was auch ich schon zu den Lampen der Meere und den Skulpturleuchten gesagt habe, sie brauchen Platz. Nicht immer allerdings geht es um eine erhabene Anspielung auf den großen Menschheitstraum oder das Wunder der Lichtgeschwindigkeit.

Heute, wo das Fliegen praktisch vollkommen domestiziert ist, gibt es spätestens seit der Memphisgruppe Lampen, die schon wieder ironisch- augenzwinkernd damit umgehen. Ettore Sottsass (Memphis) und Ingo Maurer arbeiten spielerisch mit der Vogel-  (und Engel)welt, ganz im Gegenteil mit der äußerst kritischen Künstlerin Rebecca Horn [s.Beitragsbild]. Für andere sind Birds einfach ein dekoratives Motiv. Je nachdem, ob es sich um eine Wand, Schreibtisch- oder Tischleuchte, handelt, kommen sie  mit weniger Raum aus.

Apropos Exotik: Ich hätte gerne den Tuccan für meinen Arbeitsplatz, wenn er leuchtet, öffnet sich sein Schnabel. Genial!

 

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Rezeptvorschlag Lampes aérées

Zutaten
Raum art- und tiergerecht gestalten
Specht am Kabel oder Tischlampe braucht weniger Luft als Kunstinstallation von Rebecca Horn
gutes Raumklima
je nach Stilmix: exotisch, verspielt, monumental inszenieren

Verarbeitung
Für 1-2 Personen
einfach, wenn keine anderen Haustiere im Zimmer
auf Blickachsen achten, nicht überfrachten

Zubereitungszeit
ca. 1/2 bis 1 Stunde

 

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Seeworld – Lampes océaniques

Bevor das Kunstlicht kam, gab es den Glanz von Sonne oder Mond, die Energie von Blitz oder Feuer sowie den schönen Schein von Kreaturen. Glühwürmchen zum Beispiel oder leuchtende Fische. Tiere, die fluoreszieren, faszinieren. Vielleicht liegt es daran, dass Designer sich gerne an ozeanischen Formen versuchen. Es gibt eigentlich alles: Quallen, Korallen, Drachen, Kleinstlebewesen, Algen, und Roggen. Manchmal geht auch der Mond ins Netz oder ein Seeteufel.

Hier einige Beispiele:

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c/o Fotogenesis Fos Ceramiche

 

c/o Network Formagenda

 

 

 

 

c/o Markus Johansson

 

Einfach nur schön,  oder? Heute brauche ich bitte sofort #1Plus, also #EinZimmermehr für einen Schwarm sanft leuchtender Unterwasser-Kreauturen. Dann könnte ich tagsüber immer mal wieder abtauchen, schweigen und staunen. Weitere  Unterwasser-Kunstwerke findet ihr auf meiner Pinwand Lighting Ocean bei Pinterest. Top-Anlaufstelle für diese Art Lampen ist die CCC –Contemporary Chandelier Company. Unbedingt vorher ganz tief Luft holen und dann diese Jellyfisch Gallery durchklicken: Breathtaking!

Ebenso sehenswert sind die Entwürfe der Designergruppe Hive lighting, die sich unter der Leitung des Designers Kenneth Cobonpue zusammen geschlossen hat.

Eure kleine Meerjungfrau.

 

 

 

 

 

 

Fünf Wege aus der Dunkelheit

Einsicht tut weh

Es gibt für jeden Geschmack, für jeden Geldbeutel und für jede Einrichtung die optimale Leuchte – blöd ist nur, dass das nie zusammen passt. Gefällt dir die Leuchte, ist sie fast immer zu teuer oder sie passt nicht zu Deiner Einrichtung. Ist sie günstig, gefällt sie Dir von Anfang an nicht oder sie sieht in den eigenen vier Wänden noch vieeel schlimmer aus als gedacht. Ein handfestes Problem, doch die Lösungen kann man an fünf Fingern abzählen:

  1. Unsumme bezahlen
  2. Wohnung umgestalten
  3. Geschmack ändern
  4. DIY ausprobieren
  5. Kostengünstige Alternative suchen

Die letzten beiden Wege sind deutlich leichter zu gehen als man glauben möchte. Und empfehlenswerter als eins bis drei.

Haute Couture Lookalikes suchen

Ähnlich wie Haute Couture-Experimente inzwischen auch bei H&M oder Zara zu finden sind, gibt es Einrichtungshäuser, die günstige Lookalikes anbieten. Laufsteg für Arme? Nö, wenn man ein paar Dinge beachtet. Bei klassichen Formen ist der Unterschied gar nicht immer so leicht auszumachen. Von dieser Original Verner Panton Lampe für Panthella gibt es zig Remakes, Repliken oder Inspirationen. 20-004-01_1028509$MainRechts ein Modell von Bolia – derzeit für 37,50 Euro im Outlet. In vielen Designläden mit geringer Ladenfläche kannst Du  Designklassiker zu Schnäppchenpreisen ergattern. Meist handelt es sich um Ausstellungsstücke, aber mit einem guten Lappen lassen sich die meisten Spuren beseitigen und im Gebrauch ist die Lampe zuhause ja schließlich sowieso. Ähnliches gilt für Design-Messen. Manch ein Händler räumt lieber Rabatte als das ganze Zeug zurück in seine Kisten ein. Und nicht zu vergessen: Offene Ateliertage von Design-Hochschulen. Dort präsentiert sich die Avantgarde von morgen.

Haute Couture light: Selber kleben

f32014a9795e256ed73a0b00e7c7625cAuf Pinterest, Dawanda oder Etsy gibt es eine Vielzahl ausgefallener und stilvoller DIY-Ideen. Bei manchen wie diesem Beispiel  aus Muffin-Papier sieht man, dass man bei dem Versuch, Geld zu sparen,  Abstriche machen muss. Allerdings: 9,99 Dollar statt 900 Dollar sind ein Argument! DIY bedeutet ja auch gar nicht zwingend Nachbildung von etwas, sondern genausogut Neuschöpfung. Der Ideenreichtum ist riesig! Also, ausprobieren. Versuch macht bekanntlich klug.

 

Selber falten

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Wer Papierflieger basteln kann oder zu den letzten Resten der Zeitungsleser gehört, kann gleich mal seine Kreativität entfalten. Wie Frau Günther.

 

Selber knäulen

Der Kabeltrend kommt gerade jedem Geldbeutel zu Gute. Mehr findet Ihr in diesem Artikel von Wohnennachrezept.

 

 

Selber stricken

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Menschen, die stricken können, sind nicht nur Winters im Vorteil. Jeder noch so spießige oder beschädigte Schirm bekommt mit der passenden Wolle ein hübsches Make-over. Leider neigen die Stricker zum Exzess. Lassen wir Strümpfe für Stuhl- und Tischbeine – in Wollweiß, Neongelb oder Pink – grade eben noch durchgehen, so hört der Spaß bei allem andern auf. Auf! Nicht aufnehmen…

Selber stöbern

Schließlich lohnen sich Flohmärkte. Viele Lampendesigns sind über die Jahre unverändert geblieben und manch einem tollen Fuß fehlt nur ein neuer guter Schirm. Außerdem findet man echte Skurillitäten – vorausgesetzt man ist früh genug auf den Beinen. Die wertvollen Stücke werden von Händlern meistens in aller Herrgottsfrühe rausgepickt.

Skulpturale Hinkucker: Akzent-Leuchten

Die unerträgliche Leichtigkeit des Scheins

So wie außergewöhnliche Sitzmöbel im Englischen Accenture Chairs heißen, könnte man einige Lampen gut und gerne als Accenture Lights bezeichnen. Sie sehen raffiniert aus, sind betont extravagant oder betont schlicht, benötigen aber Raum, um zu wirken. Die Skulptur-Leuchte will ins Rampenlicht, sie braucht die ganz große Bühne oder mindestens das Museum. Ihrem Habitus nach ist sie eine Diva voller Grandezza. Sie verlangt Unterordnung. Mit praktisch allem, was ihren Kreis stört, tritt sie in einen – unerträglichen – Streit um den schönsten Schein.

 

 

Damit ist schon eine Menge zum Einsatz von skulpturalem Licht in kleinen Wohnungen gesagt. Es ist möglich, verlangt aber Disziplin und Reduktion. Dann ist es ein echter Hingucker. Zu meinen Lieblingen zählen diese Big Bubbles von Alex de Witte. Sind es gigantische Seifenblasen kurz vorm Verlassen ihres Plastik-Rings, Mega-Glühbirnen die keine DIN beachten, Tau, der aus Riesen-Wolken-Wunderland tropft? Wer weiß das so genau. Man möchte sie anstoßen und zum Schwingen bringen, zugleich wirken sie so fragil, dass es einen schaudert. Es gibt sie  farbig, aber für mich sind sie transparent perfekt.

 

Eine Skulptur-Leuchte adelt die eigene Wohnung – wenn nicht zum Palast, so immerhin zur Galerie. Ihr Preis hat es in sich. Kein Geld mehr da? Was soll‘s! Mit einer Skuptur-Leuchte musst Du Dich nicht erklären. Nackte Wände, nackte Böden, Möbel-Verzicht, all das wirkt nicht erzwungen, sondern gewollt. Dieses Dream-Castle on a Cloud verwandelt sich indes in ein Horrorschloss, sobald man ans Großreine-Machen denkt.  Mit einem Mal versteht man jammernde Restaurateure, die Schokoladen-Kunstwerke für die Ewigkeit appetitlich halten sollen. Wer sich sowas ausdenkt? Homeandheart natürlich.

 

Notwendigkeit, Sein, Nichtsein. Das Etwas und das Nichts. Jede Skulptur-Leuchte fordert den Philosophen in uns. Du kannst den Epikureer, den Skeptiker oder den Nihilisten geben, diese besondere Skull-Leuchte ermahnt Dich  jedenfalls zu Zweierlei: Carpe diem und noctem! Mein Eindruck: Ehrlicher und härter als im Lichte der Wahrheit kannst Du nicht wirklich über das Leben sinnieren.

 

 

 

32befaa3350b5d789669db850f9bb192Zugleich weckten Skulptur-Leuchten Sehnsüchte. Fliegenkönnen, der ewige Menschheitstraum, sich flirrend wegbeamen, tanzen wie eine Ballerina – oder doch abstürzen wie Ikarus? Eine echte Skulpturleuchte wird man nicht müde, anzuschauen und auszudenken. Vielmehr bedauert man ingeheim, dass schon wieder Zeit ist, das Licht auszuknipsen und ins Bett zu gehen. In diesem Sinne: Träumt schön!

Mon Cable, vous étes belle

4f79f91bb17814cf69256207111db960Auch Lampen haben eine Setcard, mit der sie sich präsentieren. Von dem leidigen Gestrüpp, das an ihnen dranhängt, verrät die natürlich nichts. Lüsterklemme, Kabelbinder, Mehrfachstecker… Pardon?! Wir sind in der Haute Couture, n‘ est- ce pás ridicule! Lampen auf Hochglanzfotos flirren, schweben oder ruhen im Raum. Sie sprühen grandios, leuchten bescheiden, funkeln majestätisch, strahlen reduziert, herzerwärmend oder eiskalt – nur von jenen fingerdicken, Staub fangenden Biestern findet sich keine Spur.

 

Mitgehangen, mitgefangen

Ligne Roset Sous mon arbreJaja, schon gut, einige Lichtdesigner haben sich wirklich bemüht. Ihre Gedanken, wie man die notwendigen Kabel intelligent versteckt oder wenigstens domestiziert, sind gar nicht mal schlecht: funktionale Klemmen, Stoffschläuche, Kabelwinden… Trotzdem – bislang waren Kabel für mich das stärkste Argument, sie abzuschaffen. Ein Verfahren in der Psychologie heißt radikale Umdeutung. Wie bitte?! Designer zu Gast bei Freud? Who knows. Mir jedenfalls gefällt der Versuch, das notwendige Übel zur Abwechslung mal als Gewinn zu feiern. Einige schufen kleine Kunstwerke, die das Kabel poetisch inszenieren. Dieses Modell  namens Sous mon arbre stammt von Ligne Roset. Ein stilisierter Ast deutet an, dass man sie auch draußen unter dem Lieblingsbaum verwenden kann. Und natürlich liegend – auf der Couch.

 

Da haben wir den Salat

Seit einiger Zeit, ist der Turn around geschafft. Von Neon über bunt bis gedeckt, alles ist möglich. Kurvig und impulsiv drängt das ehemalige Anhängsel ins Rampenlicht. Gerne „nude“, also bloß mit Glühbirne. Aber auch mit Lampenschirm.

 

 

Schief gewickelt? Von wegen

Wo das jetzt plötzlich herkommt? Vielleicht der Weniger- ist- mehr-Trend. Oder der DIY-Trend. Oder der Moderne-Nomaden-Trend. Fakt ist: Stoff ist das neue Plastik. Außerdem fördern die Dinger den Spieltrieb. Oder ist das auch wieder nur Beschäftigungstherapie? Egal, Langeweile, schlechte Laune – ganz schief gewickelt!

 

Voll verkabelt

Superlightclassic_für_KraudEine der schönsten Entwürfe stammt von Yvonne Fehling und Jennie Peiz. Sie entwarfen für Kraud mit ihrer Super Light Classic eine Lampe, die fast nur noch aus Kabel besteht. Mit 30 Metern gewickeltem Elektroknäuel auf dem Kopf wirkt das Leuchtmittel irgendwie monumental, dennoch trés chic. Das Beste kommt aber noch: Die Lampen werden von Menschen mit Handicap in Caritas Werkstätten produziert. Lampe mit Mut oder Lampe mit Hut? Jedenfalls Prét-à-Porter.

 

4c92ec76f3a88680d0b1f7a036da9b78Und dann wäre da noch dieses  Original Manila Lope von Atelier 688. Ein gewisser Galgenhumor ist nicht zu verkennen. Mehr Kabel geht nicht. Weitere Lampenentwürfe seht ihr auf meiner Pinterest Pinwand. Einfach auf dieser Seite oben rechts in der Navigationsleiste bei „Social“ das Pinterest Icon anklicken. Oder Elvira Steppacher bei Pinterest eingeben.

 

My Story My Blog

Neulich habe ich das Zimmer einer Freundin umgestaltet.

Sie fühlte sich darin nicht wohl und benutzte es so gut wie nie. Ein kleiner Raum, höchstens 14 qm, mittendrin ein Kicker… Es war eine spontane Aktion – umgesetzt an einem Sonntagnachmittag. Beim Einrichten habe ich daher nur nutzen können, was ich bei ihr vorgefunden habe.

Meine Freundin war so begeistert, dass sie mich in ein chickes Lokal einladen wollte. Ich schlug vor, die Einladung nach Hause zu verlegen: Sie sollte einkaufen, ich kochen.

Deal? Deal! „Wohnen nach Rezept“ war geboren.

Inzwischen haben mich andere Freunde um Rat gefragt. Ihnen gefällt meine Herangehensweise. Da ich erstmal mit dem  arbeite, was schon da ist, wirkt das Ergebnis vertraut und doch neu. Wie Umziehen ohne Kartons.

Vieles ist Intuition, klar, aber es gibt auch Gestaltungsregeln. In meinem Blog „Wohnen nach Rezept“ werde ich nach und nach Tipps für stimmigeres Wohnen aufschreiben.

Falls ihr auch Hilfe braucht, könnt ihr mir gerne unter steppacher[at]aol[Punkt]com mailen. Ich freue mich auf Anregungen, Kommentare und leckeres Essen!

Viel Vergnügen mit „Wohnen nach Rezept“ wünscht

Elvira Steppacher

Bad Day? Daybed!

Das Daybed – übersetzt Ruhebett – verbindet Tag und Nacht. Während der müde Körper im Bett schläft, ruht der matte Geist im Daybed nur aus. Die Grenzen zu anderen gepolsterten Non-Sofa-Möbeln sind fließend, auch wenn ursprünglich jedes seine genuine Funktion hatte.

Chaiselongue (gepolsterte Liege mit Kopflehne)

Récamière (Couchliege mit hohen Armlehnen ohne Rückenteil)

Liege (flaches Liegemöbel, zum Teil mit Kippmechanismus)

Ottoman (ovale Polsterbank mit Fußteil und runden [Arm-]Lehnen)

Divan (matratzenähnliches Polster zum Anlehnen an die Wand)

 

Platz für ein Daybed, Platz für ein Nickerchen

Klar auf dem Sofa, dem Tisch, dem Boden oder dem Bett kannst Du natürlich auch jederzeit einen Nap genießen, aber auf dem Daybed ist es eben doch anders. Beispiel: Du findest keinen Einstieg in eine Aufgabe? Dein Kreislauf liegt danieder und es will irgendwie nicht Dein Tag werden? Dann ab auf‘s Daybed. Ein paar Minuten später versuchst Du es nochmal – und siehe da, es klappt. Warum? Aus drei Gründen:

1. Ein Daybed verführt Dich nicht, länger als nötig, zu Kraft zu tanken. Für PC-Freaks: Ein Daybed sorgt für eine Existenz im Hibernate-Zustand, statt im Shut down-Modus.

2. Ein Daybed kann eine unerschöpfliche Inspirationsquelle sein, wenn man es seinem Wohntyp entsprechend herrichtet.

3. Ein Daybed erlaubt Dir, Dich kurz zu verkriechen, ohne ganz abzutauchen.

Hier mein derzeitiger Favorit.

Landscape_Bolia

 

Daybed-Typen

Puristisch: Der Geist braucht seine blaue Stunde. Er hat genug aufgenommen,
will runterkühlen, sich sortieren und durch nichts gestört werden – schon gar
nicht durch Schlaf.

Daybed pur_4Daybed pur_1

 

 

Daybed pur_6

 

Daybed puristisch_2Daybed pur_8

 

 

 

 

 

Chillig: Der Geist, der sich verbeißt, verkrampft. Und das ist uncool. Also immer schön locker bleiben und das Denken entspannt angehen lassen.

Daybed aus TeppichrollenChilliges Daybed Daybed modular

 

 

 

Kreativ: Im Geist blitzen und zucken die Ideen. Ein harter Bürostuhl ist definitiv der falsche Ort, um dieses Gewitter zu entladen. Du brauchst Weite, Platz und viele Knautschzonen.

Daybed aus grünem SamtDaybed outsideDaybed mit Spielzeigkissen

 

 

 

 

 

Archaisch: Der Geist ist frustriert von so viel Zivilisation. Also rasch zurück zu den Ursprüngen und das Wesentliche wiederfinden, sei es als Jäger, Reiter, oder frühneuzeitlicher Sammler.

Daybed_Fell_2Daybed aus Rohr mit FellDaybed aus Fell

 

 

 

 

 

Damit ist schon viel gesagt, wie Du Dein persönliches Daybed am besten gestaltest. Nämlich so, dass es Deinen Bedürfnissen am besten entspricht. Hier ein paar schöne Beispiele mit Wohnumgebung, die Dich inspireren können. Alle Bilder und die Nachweise findest du in der Pinwand „Bad Day? Daybed!“ auf meinem Pinterest-Account.

DIY DaybedDaybed mit TreppeBuntes Daybed

 

 

 

Daybed in the woods

 

Zu wenig Platz

Ein Zimmer fehlt immer

Wer hätte nicht gerne das berühmte „eine Zimmer mehr“ – dann wäre die eigene Wohnung perfekt. Da die Quadratmeterpreise in attraktiven Städten andauernd steigen, kann sich so gut wie niemand diesen Wunsch erfüllen. Es muss also anders gehen. Und es geht!

Inzwischen bieten viele Anbieter multifunktionale Möbeln und intelligente Wohnaccessoires. Ich werde nach und nach einige vorstellen.

À propós ein Zimmer mehr. Mach mit bei #Einzimmermehr auf  Twitter. Wofür könntest Du heute #Einzimmermehr brauchen?

Drüber Reden soll ja helfen – auch auf 140 Zeichen schätze ich mal. Und wenn nicht, gibts ein Trostpflaster. Versprochen.

Ich fang mal an:

Wozu ich heute #Einzimmermehr gebrauchen könnte:

https://wohnennachrezept.wordpress.com/2015/05/20/einzimmermehr/

 

 

Ordnung muss sein

Dein Hab und Gut in Reih und Glied

Es gab mal ein Buch, das auf einer GEO-Serie basierte. Darin zeigte Menschen aus aller Welt, säuberlich aufgereiht vor ihrem Zuhause, ihre gesamten Habseligkeiten. Ein interessanter Selbstversuch, den jeder auch imaginativ durchführen kann. Einfach alle Möbel im Geiste nach Farben, Zweck, oder Nutzungshäufigkeit ordnen. Sehr interessante Erkenntnisse!

Neu geordnet, sieht man seine Sachen klarer

Alle Rechte vorbehalten www.kunstaufraeumen.ch
Alle Rechte vorbehalten
http://www.kunstaufraeumen.ch

Vielleicht kennst Du ein anderes Buch, das ich sehr mag – “Die Kunst aufzuräumen” von Ursus Wehrli. Allein das Cover mit den Strichlisten aus Pommes Frites ist großartig, ebenso lehrreich wie amüsant. Das Buch enthält auch für Wohnverbesserer wertvolle Tipps. Warum? Weil wir vieles, was wir besitzen,  gar nicht wirklich brauchen. Oder zumindestens nicht so oft, dass es unbedingt in der Wohnung rumstehen muss. Vielleicht müssen wir es nicht einmal selbst besitzen, weil wir es leihen könnten oder wir stellen fest, dass es auch mit anderen Mitten geht. Ich könnte mir gut vorstellen, an einer Geschirrtauschplattform teilzunehmen – es gibt wirklich tolles Porzellan, aber wo soll das alles stehen – womöglich gar 24teilig?!

Bequem, schön, nützlich oder geschenkt?

Die meisten Möbel und Accessoires, die in Wohnungen rumstehen, kann man in fünf Gruppen einteilen. Sie sind:

1. einfach bequem
2. einfach schön
3. einfach nützlich
4. einfach wertvoll
5. einfach geschenkt (oder geerbt).

Im Idealfall richtet man sich so ein, dass  jedes Stück mindestens zwei, besser drei oder sogar alle Kategrien erfüllt. Wenn etwas aber nur Kategorie 5 entspricht und Du  es weder bequem noch schön, noch nützlich oder wenigstens wertvoll findest, schaff es besser weg.

 


 

Rezeptvorschlag Ordnung muss sein

Zutaten

alle Möbel und Accessoires

Verarbeitung
Für 1 Person

In Gedanken nach Farben und Zweck ordnen
Liste kategorisieren

Zubereitungszeit
ca. 1/2 bis 1 1/2 Stunden (je nach Größe des Inventars und der Phantasie)